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Hyperthermie lokale Hyperthermie, regionale Hyperthermie, Teilkörper-Hyperthermie, Ganzkörper-Hyperthermie, Thermoablation, Nanotherapie, interstitielle Hyperthermie, Extremitätenperfussion

Hyperthermie

Hyperthermie (griech. Überwärmung) nennt man eine Behandlung, bei der die Temperatur des Körpergewebes künstlich erhöht wird. Sie ist ein Teilbereich der Thermotherapie. Es gibt Überwärmungen des ganzen Körpers und solche von Regionen oder einzelnen Organen. Es wird sozusagen im Gewebe ein künstliches Fieber erzeugt.

Hyperthermie - mit Wärme behandeln

Es ist bereits in vielen Untersuchungen gezeigt worden, dass durch Temperaturerhöhung die Wirkung von konventionellen Therapieverfahren wie Bestrahlung oder bestimmter Zytostatika (Chemotherapie) bei Tumorerkrankungen verstärkt wird. Bei der Hyperthermie wird in bestimmten Körperbereichen eine Temperatur von ca. 41-42°C herbeigeführt und über eine bestimmte Zeit aufrechterhalten. Die eigentliche therapeutische Zeit beträgt in der Regel ca. 45-60 Minuten. Dazu kommt noch die Aufheizzeit von 10-30 Minuten, bis der zu behandelnde Bereich die Zieltemperatur erreicht hat. Für die Ganzkörper-Hyperthermie beträgt die Zeit 2-3 Stunden. Nach Abschalten der Leistung kommt es relativ schnell zu einer Abnahme der Temperatur im Behandlungsgebiet. Werden höhere Temperaturen (> 50°C) in einem begrenzten Gebiet (einige cm) erreicht, sprechen wir von Thermoablation. Die Ganzkörperhyperthermie hat sich auch bei rheumatischen Krankheitsbildern bewährt.

Lokale Hyperthermie, auch Onkothermie genannt, wird bei begrenzten und ausschließlich an der Oberfläche des Körpers befindlichen Geschwülsten eingesetzt. Es werden Lokalapplikatoren direkt auf den oberflächlichen Tumor aufgelegt. Oft wird gleichzeitig die Hautoberfläche gekühlt, um Verbrennungen zu vermeiden.

Regionale Hyperthermie wird bei ausgedehnten tiefgelegenen Geschwülsten des Beckens oder des Bauchraumes angewendet, die jedoch noch regional begrenzt sind. Die Leistungsübertragung findet in Ringapplikatoren statt, bei denen Radiowellenantennen das Behandlungsgebiet umgeben und über einen Wasserbolus an den Körper angekoppelt werden.

Teilkörper-Hyperthermie ist eine Weiterentwicklung der regionalen Hyperthermie unter Kontrolle durch magnetische Resonanztomographie. Applikation und Leistung sind so ausgelegt, dass der gesamte Bauchraum erwärmt wird.

Ganzkörper-Hyperthermie wird bei Krebserkrankungen eingesetzt, die sich bereits über weite Teile des Körpers ausgebreitet haben, also bei Metastasen. Die Erwärmung erfolgt über Infraroteinstrahlung von der Körperoberfläche her (sog. radiative Systeme).

Thermoablation
findet bei einer begrenzten Zahl von kleinen Tumorherden von maximal 3 - 4 cm Ausdehnung Anwendung. Die Energieübertragung erfolgt mit Laser, Radiofrequenz oder Strömen.

Nanotherapie bedeutet Infiltration (Implantation) einer Nanoflüssigkeit (superparamagnetische Teilchen) im Therapiebereich (> 5 cm) mittels definierter Erhitzung in einem Magnetfeldapplikator.

Bei der Interstitiellen Hyperthermie werden Antennen direkt in den Tumor eingebracht oder über Hohlorgane an den Tumor herangebracht. Es ist auf diese Weise eine sehr kleinräumige Erwärmung möglich.

Extremitätenperfusion heißt, dass nach Punktion (operativem Eingriff) der zuführenden Arterie und abführenden Vene einer Extremität (Arm oder Bein) in einem externen Wärmeaustauscher das Blut auf eine bestimmte Temperatur erwärmt wird.