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Atlasblockade Atlas-Axis-Blockade, HWS-Blockade

Atlasblockade - wenn der Atlas aus den Fugen gerät

Durch starke, oft ruckartige Überlastung kann der Atlas aus seinen Aufnahmepunkten am hinteren Schädel wandern, dabei verschoben werden, leicht kippen und sich noch verdrehen. In der Folge wird der Raum im Ring des Atlas für das Rückenmark kleiner und es kommt zu einem Dauerdruck auf das Rückenmark mit Störungen im sympathischen Nervensystem. Durch diese Atlasblockade können aber auch Blutgefäße beeinträchtigt sein, die Innenohr und den äußeren Schädel versorgen.

Was bedeutet die Atlasblockade?

Im Gegensatz zum Rest der Wirbelsäule besitzt die Halswirbelsäule (HWS) im Gelenk zum Hinterkopf und im Gelenk zwischen Halswirbel 1 (= Atlas) und Halswirbel 2 (= Axis) keine Bandscheiben. Möglich werden Bewegungen des Kopfes wie Drehung, Beugen, Streckung und das Neigen zur Seite durch die besondere Gelenkkonstruktion der oberen Halswirbelsäule und des Bandhalteapparates, der auch eine quer gerichtete Bewegung in den Gelenksflächen der oberen Halswirbel erlaubt. 

Die beiden Kopfgelenke (C0-C1 und C1-C2) sind einem Kugelgelenk ähnlich, wobei durch das obere Kopfgelenk die Neigung zur Seite und nach vorne/hinten und durch das untere Kopfgelenk Drehung und ebenfalls die Neigung zur Seite und nach vorne/hinten ermöglicht werden.

In Zusammenarbeit mit den anderen Gelenken der Halswirbelsäule sind so Drehen, Seitneigen, Beugen und Strecken des Kopfes möglich. Der Axis besitzt einen Dorn, welcher in den Atlas hineinragt und um den sich der Atlas drehen kann. Dabei werden beide Wirbel von einer Bandstruktur gehalten; Atlas und Axis sind also nicht starr miteinander verbunden. Während der Bewegungen des Kopfes verändern die beiden Halswirbel ihre Stellung zueinander. Beim Beugen des Kopfes nach vorne bewegen sie sich im Rücken voneinander weg und gehen auseinander. Beim Strecken des Kopfes nach hinten wird der Winkel zueinander ganz klein.

Neben den Bandstrukturen ist es vor allem die Nackenmuskulatur, welche für die Fixation des Kopfes auf der HWS zuständig ist. Das obere Kopfgelenk ist vor allem für die Beugung und Streckung des Kopfes zuständig und erlaubt nur eine geringe Beweglichkeit beim Neigen zur Seite und bei der Rotation. Dieses Gelenk ist wegen seiner knöchernen Führung stabiler als das untere Kopfgelenk, welches eher durch Bänder geführt und gehalten wird. Dafür erlaubt dieses Gelenk zwischen C1-C2 gute Rotationsbewegungen sowie Beugung und Streckung. Miteinander gewährleisten beide Kopfgelenke die gute Beweglichkeit in der oberen HWS und erlauben alle Bewegungen eines Kugelgelenks.

Ist die Beweglichkeit dieser Gelenkkombination durch Verschieben blockiert, so kann das auf den gesamten Körper Auswirkungen haben. Rein statisch kann eine Atlasblockade eine Fehlhaltung in Brustwirbelsäule und Becken nach sich ziehen. Atlasblockaden werden oft neben den schmerzhaften Bewegungseinschränkungen  mit Gefühlsstörungen um den Mund und die Nase oder mit Schluckbeschwerden in Zusammenhang gebracht. Durch die ständige muskuläre Verspannung, die in Wechselwirkung mit der Atlasblockade entsteht, kommt es zu chronisch entzündlichen Prozessen in Binde- und Muskelgewebe. Dabei entsteht das "Entzündungsmedium" Stickstoffmonoxid. Fachleute sagen auch, Atlasblockaden führen zu sogenanntem nitrosativem Stress des gesamten Körpers.

Symptome einer Atlasblockade:
z.B. Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Sehstörungen, Konzentrationsstörungen, Kiefergelenksbeschwerden, Benommenheit, Schwindel usw.