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Psoriasis - wenn die Haut mit Schuppen bedeckt ist

Psoriasis, auch als Schuppenflechte bekannt, beschreibt eine Entzündung der Haut, die meist chronisch verläuft. Schuppenflechten können Nägel, Haut aber auch die Schleimhaut befallen. Sind sogar Gelenke betroffen, spricht man von Psoriasis-Arthritis.

Verfahren, die bei Psoriasis zum Einsatz kommen können

Eine Psoriasis-Diagnose kann der Hautarzt meist durch Blickdiagnose stellen. Hierbei untersucht er die Haut gründlich nach silbrig glänzenden Schuppungen und Rötungen. Unter Umständen muss eine Hautprobe mikroskopisch untersucht werden.

Sollten ebenfalls Gelenkbeschwerden vorliegen, ist eine Blutuntersuchung, MRT und/oder Röntgen der Gelenke notwendig, um Psoriasis-Arthritis diagnostizieren zu können.

Der Schweregrad der Erkrankung wird durch den PASI (Psoriasis Area und Severity Index) dokumentiert. Dieser umfasst Werte im Bereich 0-72. Ist der Wert kleiner als 10, spricht man von einer leichten Verlaufsform der Erkrankung, ist der Wert größer als 10 handelt es sich um eine mittelschwere Psoriasis und ab 20 stuft man eine schwere Schuppenflechte ein. 

Mögliche Therapieverfahren

Aus Sicht der Schulmedizin ist eine Heilung auf Grund der angeblichen genetischen Veranlagung nicht möglich. Aus diesem Grund sind die Therapieziele die Symptomlinderung, die Verkürzung der Krankheitsphase und Vermeidung von neuen Schüben. Es gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Therapieansätzen, beginnend mit pflegenden Hautsalben bis hin zu starken Medikamenten, die das Immunsystem hemmen.

Die passende möglichst biologische  Ernährung und somit die aufgenommenen Nährstoffe sind wichtige Einflussfaktoren auf den Verlauf bzw. Schweregrad von Psoriasis. Ein besonders wirksamer Effekt wird Vitamin D und der Omega-3-Fettsäure EPA zugeschrieben, da sie entzündungshemmend wirken. In diesem Zusammenhang haben sich Messungen von Granulozyten auf bestimmte Nahrungsmittel bewährt.

Vitamin D

Die Gabe von Vitamin D zählt zur Standardtherapie, oft auch unter Einsatz einer Cortisonsalbe. Allerdings sollte die Cortisonsalbe maximal über einen kurzen Zeitraum verwendet werden, da die Haut an den behandelten Stellen dünner wird und schneller Infektionen entstehen können. 

Vitamin D fördert die Bildung von körpereigenem Antibiotika, so können die Bakterien gezielt bekämpft werden und das Immunsystem wird entlastet. Außerdem wird ein Immunzellen-Gen aktiviert. Dieses vermindert die Entzündungsreaktion durch die Verringerung der produzierten entzündungsfördernden Botenstoffe. Zusätzlich wirkt Vitamin D wachstumshemmend auf verstärkte Neubildung von Hautzellen. 

Durch die heutige Lebensweise ist es dem Großteil der Bevölkerung nicht möglich, genügend Vitamin D über die Sonne bzw. die Nahrung aufzunehmen. Deswegen empfiehlt sich insbesondere bei akuten Autoimmunerkrankungen wie Psoriasis eine Supplementierung mit Vitamin D. Je nach individuellem Vitamin D-Spiegel, der durch eine Blutuntersuchung beim Arzt ermittelt werden kann (er sollte etwa 100-150 nmol/l bzw. 40-60 ng/ml betragen), sollten täglich 1.000-4.000 IE Vitamin D durch Präparate eingenommen werden und der Vitamin D-Spiegel so lange kontrolliert werden, bis eine optimale Einstellung erfolgt ist.

Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren, insbesondere die marine Omega-3-Fettsäure EPA, haben eine entzündungshemmende Wirkung im Körper. EPA befindet sich vor allem in fettem Tiefseefisch. Entzündungen gefördert, so auch Psoriasis, werden vor allem durch Omega-6-Fettsäuren, die heutzutage in einem erheblichen Ungleichgewicht durch die westliche Ernährungsweise im Körper vorkommen. Das Omega-6/3-Verhältnis liegt oft zwischen 13:1 bis zu 25:1 in der Bevölkerung. Das optimale Omega-6/3-Verhältnis sollte allerdings kleiner als 2,5:1 sein. 

Um von den positiven Effekten der Omega-3-Fettsäuren profitieren zu können und die Psoriasis-Symptome zu vermindern oder sogar komplett einzudämmen, sollten täglich mindestens 2 g Omega-3-Fettsäuren konsumiert werden (unter Umständen auch mehr - der individuelle Bedarf kann durch eine subtile Fettsäure-Analyse bestimmt werden). Dies entspricht in etwa 100 g Hering, 150 g Thunfisch, 250 g Lachs, 1.500 g Forelle oder 3.000 g Kabeljau am Tag.  Da es sich schwierig gestaltet, solche großen Mengen täglich zu konsumieren und Fisch heutzutage oft stark schadstoffbelastet ist, empfiehlt sich die Einnahme eines qualitativ hochwertigen Fischöls. Hiervon muss lediglich 1 EL täglich eingenommen werden.


Im Folgenden haben wir weitere Methoden aufgelistet, die aus naturheilkundlicher Sicht bei Psoriasis zum Einsatz kommen können:


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