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Buchvorstellung "Patient ohne Verfügung - Das Geschäft mit dem Lebensende"

Der Spiegelbestseller zu einem wichtigen, aber oft vermiedenen Thema

Heute möchten wir Ihnen ein Buch zum Thema Patientenverfügung vorstellen, damit verbunden auch die Frage, wo die Grenzen der Apparatemedizin liegen. Ist es wirklich richtig, einen Patienten um jeden Preis "am Leben" zu erhalten?

Zu diesen Themen bringt Dr. Matthias Thöns sehr bewegende und teils auch erschütternde Fallbeispiele auch seiner Praxis und  arbeitet sie auf. Das Buch ist auf der Spiegel-Bestsellerliste und auch für den Titel „Das Wissenschaftsbuch des Jahres 2017“ nominiert.

Dafür können Sie gern hier mit abstimmen.

Hier die Kurzbesprechung:

Das Buch „Patient ohne Verfügung“ des Palliativarztes Matthias Thöns bricht ein lange gehegtes Schweigen unter Ärzten. Viele wissen es, keiner sagt es: Die Welt vieler Kliniken wird von Gewinn und Ertrag regiert. 

Das deutsche Klinikabrechnungssystem (DRG) fußt im Besonderen auf schwere Diagnosen und ihnen folgende große Eingriffe. Sterbenskranke sind hier besonders „fette Beute“. Mit großer Detailkenntnis aus seiner Praxis als Palliativmediziner schreibt Matthias Thöns vom „Geschäft mit dem Lebensende“, das mit „Patient(en) ohne Verfügung“ in deutschen Kliniken gemacht wird.

In verschiedenen Kapiteln zeigt Herr Thöns anhand von Fallbeispielen, wie das Leben sinnlos oder willensfern verlängert und das Leiden der Menschen nicht gelindert, sondern vermehrt wird:

• Weiterbeatmung trotz Nieren-, Lungen- oder Herzversagen

• Chemotherapie ohne Wenn und Aber

• Unnötige große Operationen

• Wehrloses Verbleiben im Wachkoma

• Dialyse bei Multimorbidität

• Strahlentherapie und Operationen kurz vor dem Lebensende

• Künstliche Ernährung als lebensverlängernde Maßnahme

Beispiele, die einem teils den Atem stocken lassen. In der Folge wird die Problematik diskutiert und anhand von Literatur belegt.

Aber Dr. THöns klagt nicht nur an, er zeigt auch alternative Lösungswege auf und rät zu einer frühzeitigen Palliativversorgung, die mit einer rechtssicheren Patientenverfügung einhergeht. Es geht um den mündigen Bürger, der selbst entscheiden soll, welche medizinische Versorgung er für sich wünscht oder auch ablehnt. Zu dieser Mündigkeit will das Buch ermutigen. Als Orientierung hat er im Anhang eine Patientenverfügung abgedruckt, die auf dem neuesten rechtlichen Stand ist. 

"Patient ohne Verfügung - Das Geschäft mit dem Lebensende" - ein wichtiges Buch, das keinen unberührt lassen kann, der sein eigenes Sterben und seinen Tod nicht immer noch mit Macht verdrängt. Ein Buch für Menschen, die für sich selbst und dann vielleicht auch im Gespräch mit denen, die ihnen lieb und wert sind, lernen wollen, sich in dieser Tabuzone freier zu bewegen und sich vor Unheil zu schützen. Der Erfolg des Buches mit mehrmonatiger Bestsellerplatzierung und vielfältiger Diskussion in Funk und Presse belegt die Relevanz des Themas.

 

Vielen Dank an Herrn Dr. Matthias Thöns für den Mut, dieses Thema so offen und ehrlich aufzugreifen und aufzuarbeiten.