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Kinder-Überzuckerungstag – und was tun wir dagegen?

Die Organisation „Foodwatch“ hat für den 12.08. den „Kinder-Überzuckerungstag“ ausgerufen, da bei den unter 18-Jährigen die maximal empfohlene Jahresdosis an Zucker im Durchschnitt bereits jetzt aufgebraucht ist. Was bedeutet das für uns?

Als Erstes muss ich sagen, dass mich allein die Tatsache, dass es mittlerweile einen Überzuckerungstag gibt, erschrocken hat. Auch wenn ich mich mit Ernährung beschäftige und der Meinung war, bereits einiges gewöhnt zu sein.

Es zeigt, dass wir beim Thema Ernährung offenbar ein systematisches Problem haben, welches bereits in der Kindheit beginnt und sich dann leider fortsetzt. Denn Gewohnheiten, die wir als Kinder einmal gelernt und antrainiert haben, legen wir dann nur schwer wieder ab.
Wir leben mittlerweile so im Überfluss und bewegen uns offenbar so wenig, dass wir oft nicht mehr in der Lage sind, uns so viel zu bewegen wie wir essen.

Als ich die Meldung hörte, habe ich mich gefragt: Und nun?
Wird jetzt für die Kinder der Zucker bis Jahresende gestrichen? Und wie soll das von einem auf den anderen Tag funktionieren?

Hier kam auch die Forderung an die Industrie wieder auf, den Zuckergehalt in der Nahrung zu reduzieren. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich finde diese Forderung gut und bin darüber hinaus auch der Meinung, dass insgesamt weniger Zusätze, Geschmacksverstärker etc. ins Essen gehören.

Aber hier kann, wenn es funktionieren soll, die Verantwortung nicht allein an die Industrie abgegeben werden. Denn warum etwas ändern, wenn es nach wie vor gewünscht und gekauft wird?

Natürlich gibt es viele Lebensmittel, bei denen man gar nicht erkennt, was in welcher Menge enthalten ist. Und ich kann mich auch nicht ausnehmen, dass ich nicht auch mal Süßkram und Co. gern esse.

An erster Stelle stehen aber wir selbst und unser Umgang mit der Ernährung, die wir unseren Kindern vorleben. Wenn wir nur frische Produkte verwenden würden, könnte auch kein Zucker zugesetzt werden. Nur wenn ich selbst koche, kann ich entscheiden, was in den Topf kommt.

Und dann ist ja auch wieder mehr Platz, wenn es tatsächlich mal Süßigkeiten sein sollen.
Wir können also nur bei uns selbst und unseren Kindern anfangen. Wenn wir auf Gesetze hoffen und warten, haben wir das Problem, dass selbst wenn die Forderungen komplett umgesetzt werden, bis dahin unsere Kinder schon groß und damit nichts mehr davon haben.

Wir sollten heute anfangen und womöglich direkt morgen einen „Wir spielen draußen“- oder „Wir kochen gemeinsam“-Tag einlegen.