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Unser täglich Brot gib uns heute? - oder die Last mit der Nahrungsmittelkarenz

Wer die Ernährung wegen Unverträglichkeiten umstellt, muss auf bestimmte Lebensmittel verzichten und Ausweichprodukte essen - reicht das aus?

Die Ernährung wird gerade in den ersten Monaten des neuen Jahres ein Thema, welches vielen Menschen Kopfzerbrechen bereitet. Geht es nur um Abnehmen, dann ist in vielen Programmen nur Nahrungsmittelreduktion und Vermeidung von Lebensmitteln, welche dick machen, angesagt. Schwieriger wird es, wenn uns die Ernährung krank macht. Untersuchungen lassen vermuten, dass ca. 70 % der chronischen Krankheiten durch nicht passende Ernährung ausgelöst oder verstärkt werden. Und zwar zum Beispiel von Diabetes über Rheuma, Burnout, Krebs, sogar bis hin zu psychischen Erkrankungen.

Aus diesem Grund beinhalten viele Therapiekonzepte bei Taramax einen Lebensmitteltest, in dem Unverträglichkeiten oder Allergien festgestellt werden. Mittlerweile gibt es auch wissenschaftlich untersuchte Labortestungen aus dem Serum von Patienten. Modernere Tests können das sogar mit Blutstropfen aus der Fingerkuppe bestimmen, auf welche Nahrungsmittel man verzichten sollte.

Und jetzt gehen die Probleme los - was soll ich denn dann essen?

Die meisten Ernährungsprogramme motivieren nicht nur zum Einhalten einer Karenz der gefundenen Allergene und unverträglichen Nahrungsmittel, sondern sie empfehlen auch eine Rotationsernährung. Das heißt nicht, dass wir uns beim Essen um die eigene Achse drehen sollten, nein innerhalb von vier Tagen sollte man kein Nahrungsmittel zweimal zu sich nehmen, und das über einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen. Das Immunsystem könnte sich aus reiner Gewohnheit jetzt auf die neue Karenznahrung "einschießen". Abwechslungsreiche Ernährung ist evolutionsbedingt die natürliche Form für unseren Darm. Unsere Vorfahren hatten nicht jeden Tag ein Mammut vor der Höhle liegen, auch Beeren, Larven, Wurzeln, Eier, Früchte mussten im Laufe der Jahreszeiten den Hunger des Allesfressers Mensch stillen.

Durch die Industrialisierung ist unser Essen nicht nur teilweise fast ungenießbar geworden, sondern auch sehr einseitig. Geschätzterweise hatte der Frühmensch in seiner Speisekarte bis zu 40.000 unterschiedliche Nahrungsmittel, wir bringen es heute auf ca. 400 und einige davon können wir einfach mit unserem Darm-Immunsystem nicht mehr vertragen.

Es kommt zu Entzündungen in Darm und Körper, die zuerst durch das Hormon Histamin und dann bei Dauerbelastung durch ein aus der zellulären Immunität stammendes Gas im Körper Beschwerden verursachen können. Dieses "Kampfgas" heißt Stickstoffmonooxid (NO).

Gase können durch alle Körpermembranen wandern und NO muss nach Aktivierung vom Körper entgiftet werden, sonst wird körpereigenes Material angegriffen. Doch es ist, wenn es einmal unterwegs ist, bis zu 72 Stunden im Körper nachweisbar. Deshalb sollte bei einer Rotationsernährung innerhalb von vier Tagen kein Nahrungsmittel wiederholt eingenommen werden! Sonst reduzieren sich die Entzündungsparameter nicht.

Die Hauptverdächtigen aller Lebensmitteltestverfahren heißen Gluten (Klebeeiweiß der meisten Brotgetreide), Kuhmilch (hier reagieren wir eher auf das Milcheiweiß Kasein als auf die Laktose), Eier und Hefen. Oft werden die Reaktionen in Kombination mit Farbstoffen, Backtriebmitteln etc. noch stärker. Ich vermute, die hochgezüchteten Getreidesorten, mit Massen an Gluten fürs industrielle Backen und oft Herbizid-belastet, sind nicht wirklich mehr genießbar.

Gerade beim Brot haben deutsche Haushalte ein Problem. "Was soll ich dann essen?" ist oft die häufigste Frage.

Nimmt man die fertigen glutenfreien Brote oder Brotbackmischungen, so ist man oft vom Geschmack enttäuscht. Das Immunsystem des Körpers kann sich bei regelmäßigem Verzehr sogar auf die glutenfreien Getreide einschießen.

Aus diesem Grund hat unser Kollege Albert Hesse seine Mutter gebeten, ihm beim Entwickeln schmackhafter Brotmischungen zu helfen, welche auch noch ermöglichen, die glutenfreie Brotsorte zu wechseln. Nach jahrelanger Recherche und unzähligen Backversuchen sind 4 sehr schmackhafte glutenfreie Biobackmischungen entstanden, welche über die Firma Provicell vertrieben werden. Das Brot zu backen ist kinderleicht und sollte auch den Männern gelingen. Eine Geschmacksverbesserung bringt das Hinzufügen eines kleinen Schusses ProEMsan, eine milchsaure Mikroorganismenmischung der Firma Tisso, dann schmecken die Brote sehr sauerteigähnlich.