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Weg mit den Heilpraktikern?

Diese Forderung kommt diesmal vom sogenannten „Münsteraner Kreis“. Es kommt mir schon fast vor wie ein „Running Gag“; der nur leider alles andere als lustig ist.

Durch die Darstellung in Spiegel und Co kommt diese Kommission eher wie die heilige Inquisition im Mittelalter rüber.

Man könnte jetzt die Frage stellen, was genau diese 17 Mitglieder dieses Kreises dazu befähigt, über einen gesamten Berufsstand zu richten. Man könnte durchaus auch hinterfragen, ob Mitglieder dieser Gruppe die Naturheilkunde mit Homöopathie gleichsetzen? Immerhin positionieren sich mehrere sehr offen und öffentlichkeitswirksam als Kritiker der Homöopathie. Somit wäre auch die Frage denkbar, ob diese Damen und Herren eigentlich wirklich aus der Praxis wissen, was ein Heilpraktiker so tut und somit auch, dass es DEN Heilpraktiker so gar nicht gibt, da die Tätigkeitsfelder sehr verschieden sind.

Außerdem bietet mittlerweile der Großteil der niedergelassenen Ärzte ebenfalls naturheilkundliche Zusatzleistungen an, die auch von den Patienten durchaus befürwortet werden. War diesem „Münsteraner Kreis“ klar, dass diese pauschale Diffamierung der Naturheilkunde auch eine schallende Ohrfeige an die Ärzteschaft ist?

Soweit wir das mitbekommen haben, war Auslöser dieser Berufshetze eine mutmaßliche Anwendung von 3Bromopyrovat welches zu 99% von Ärzten eingesetzt wird und zu dem es über 300 medizinische Arbeiten gibt https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=bromopyruvat

Wir können den zugrunde liegenden Fall nicht beurteilen, der übrigens nach wie vor untersucht wird. D.h. rein rechtlich ist noch nichts entschieden, es ist noch nicht erwiesen, was genau passiert ist. Die mediale Verurteilung ist aber schon längst geschehen und nicht nur für diesen Heilpraktiker, sondern quasi "in Sippenhaft" für den gesamten Berufsstand gleich mit. Dass erinnert leider stark an mittelalterliche Methoden und nicht an einen wissenschaftlichen Diskurs.

Ich will nicht in Frage stellen, dass es gute und schlechte Standesvertreter gibt. Und ja, es wäre angebracht, sich über einheitliche Qualitätsstandards Gedanken zu machen, was viele Heilpraktiker meines Wissens nach selbst sehr begrüßen würden.

Aber würden wir z.B. den ungeschützten und unregulierten Beruf des Unternehmensberaters verbieten wollen, obwohl auch hier teilweise nachweislich Fehlberatungen auftreten, die ganze Unternehmen in Gefahr bringen und Arbeitsplätze kosten? Mir ist nichts derartiges bekannt.

All diese und noch viele weitere Fragen könnte man stellen, aber wir wollen aktuell den Anlass vielmehr dazu nutzen, mal die Therapeuten und Patienten zu Wort kommen zu lassen. Zu diesem Zweck haben wir zwei Aktionen geplant.

Zum einen möchten wir die Therapeuten bitten, uns Fallberichte, optimaler Weise mit Laborbefunden und Patientenstatement zu schicken. Die Daten werden wir natürlich anonymisieren.

Auch Patienten können uns gern Ihre Erfahrungen zusenden. Welche Erfahrungen haben Sie beim Heilpraktiker gemacht?

Und als zweites wollen wir mit einer Facebook Aktion alle Patienten um eine kurze  Meldung bitten, die bereits bei Heilpraktikern, gern aber natürlich auch naturheilkundlich tätigen Ärzten waren und dort Hilfe bekommen haben.

Helfen Sie bitte mit, dem Thema ein Gesicht zu geben und abseits der immer wieder zitierten negativen Einzelfälle auch mal die andere Seite aufzuzeigen.

Ich freue mich auf Ihre/Eure Berichte,

Ihr/Euer Uwe Hentschel