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Ernährung

Wie und wann sind Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll?

Zu einer gesunden Ernährung gehören vor allem möglichst naturbelassene, vollwertige, vitalstoffreiche, pflanzliche Lebensmittel.

Denn nur eine solche Ernährungsform kann den Körper ausreichend mit allen Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen versorgen, damit gesund erhalten und oft sogar heilen. Eine Ernährung, die viel Fleisch, Milchprodukte, Zucker, verarbeitete Getreideprodukte (vor allem aus Auszugsmehl) und industriell verarbeitete Nahrungsmittel beinhaltet, führen zu Inflammationen, vor allen Dingen im Darmimmunsystem , die dann neben chronischer Übersäuerung zu einer Stoffwechselumschaltung führen kann. Der Körper verfügt zwar über Pufferkapazitäten, wird in der "Dauerbelastung" jedoch völlig überfordert. Das führt zu einem Abbau von Vitalstoffen wie Mineralien und Spurenelementen im Körper. Durch chronische Inflammationen wird auch das Entgiftungssystem des Körpers überlastet. Deshalb führen auch weitere Stressoren wie Nikotin, Alkohol, Stress, Strahlenbelastung, Luftverschmutzung, ständige Medikamenteneinnahme und Bewegungsmangel zur Verstärkung von chronischen Übersäuerungen durch anaerobe Glykolyse im Körper.

Frische, biologisch einwandfrei hergestellte Lebensmittel sind am vitalstoffreichsten. Frisch bedeutet sowohl möglichst frisch geerntet als auch zu einem größeren Anteil roh. Das ist deshalb wichtig, weil z.B. Vitamine äußerst empfindlich auf Lagerung, Licht, Sauerstoff und Erhitzung reagieren. Wenn sauerstoffempfindliche Antioxidantien wie z.B. die Vitamine C und E einmal vom Sauerstoff oxidiert sind, geht ihre antioxidative Wirkung als Fänger von freien Radikalen im Körper verloren. Freie Radikale bilden sich unter den Lebensbedingungen heutzutage in einer vielfachen der natürlichen und sinnvollen Menge in unserem Körper. Radikale sind sozusagen Elektronenräuber. Wenn Sie durch Antioxidantien nicht mit Elektronen versorgt werden, zerlegen sie gesunde Zellen des menschlichen Körpers. So entstandene Zellschäden sind die Ursache vieler Krankheiten und können auch zum Umschalten der Zelle, also bis hin zu Krebs führen. Das bedeutet, wir brauchen auf Grund unseres Lebensstils heute viel größere Mengen an Antioxidantien und Redoxmitteln als vor der Industrialisierung. Leider enthalten unsere Gemüse, Getreide und Obstsorten, durch genetische Selektion und Behandlung mit Chemikalien, nur noch Bruchteile Ihrer ursprünglichen Vitalstoffe. Polyphenole, Vitamine, Proteine, Mineralien und Kohlehydrate sind oft nicht mehr in den richtigen Proportionen in Nahrungsmitteln enthalten. Produktion unter Ausschluss von Sonnenlicht inaktiviert die Vitalstoffe von Obst und Gemüse.

Es stellt sich also die Frage wie frisch denn eigentlich das Obst und Gemüse ist, das wir meistens aus dem (Bio-)Supermarkt beziehen. Wie oft der Laden wohl frische Ware bekommt? Täglich? Oder vielleicht nur zwei Mal die Woche? Und wo kommen die Lebensmittel her? Regional, Deutschland, EU, sonst wo auf der Welt? Obst, das weite Wege zu uns zurückgelegt hat, wird meist unreif geerntet und konnte dementsprechend nicht seinen vollen Vitalstoffgehalt ausbilden. Zudem wird es häufig chemisch behandelt oder auch bestrahlt, damit es im richtigen Reifegrad und nicht verdorben zu uns kommt. Auch Bioäpfel aus Neuseeland werden mit nicht deklarierungspflichtiger Gammastrahlung behandelt" Nächste Frage: Hat das Lebensmittel gerade Saison oder kommt es momentan aus dem Kühlhaus? Ob es biologischer oder konventioneller Anbau ist, wirkt sich auch nachweislich auf den Vitalstoffgehalt aus. Man muss sich also schon einige Gedanken machen, wie man nun wirklich frische gesunde Lebensmittel bekommt.

Wenn diese Lebensmittel dann endlich in der heimischen Küche angekommen sind, werden sie nach weiterer Lagerungszeit im Kühlschrank oft gekocht. Hier wird also den Hitze-empfindlichen Vitaminen und Enzymen der Garaus gemacht. Und falls in reichlich Wasser gekocht wird, verabschieden sich auch noch alle wasserlöslichen Vitalstoffe. Im Übrigen reagiert der Körper auf gekochte Nahrung mit einer Erhöhung der weißen Blutkörperchen, also einer Abwehrreaktion. Dies kann verhindert werden, indem man vor der gekochten Nahrung eine ähnlich große Menge Rohkost zu sich nimmt. Also am besten einen großen Rohkost - Salatteller vor dem Hauptgang essen. Falls man den "Hauptgang" dann überhaupt noch braucht...

Was kann man zusätzlich tun, wenn man sein Gemüse nicht selbst im eigenen Garten anbauen kann? Man kann Sprossen züchten! Diese haben die größte Nährstoffdichte aller Lebensmittel, da durch den Keimprozess der Vitamin-, Spurenelement- und Mineralstoffgehalt vervielfacht wird. Das macht sie auch zu einem besonders basischen Lebensmittel. Man muss bei der Züchtung jedoch sorgfältig auf Hygiene achten und unterschiedliche Einweich- und Keimzeiten beachten. Eine andere sehr gesunde Möglichkeit, sich optimal mit vielen Vitalstoffen zu versorgen sind selbst gesammelte Wildkräuter (z.B. Brennnessel, Giersch, Löwenzahn, Vogelmiere). Denn ein Wildkraut wächst nur dort, wo es optimale Bedingungen vorfindet, was im Vergleich zu beispielsweise kultiviertem Salat oder Kräutern zu einem weitaus höheren Vitalstoffgehalt führt (Achtung bitte hier auf die Nähe von gesprühten Landwirtschaftsflächen und Wäldern achten). Dies macht sie zusammen mit den Sprossen zum vitalstoffreichsten Lebensmittel überhaupt. Besonders wertvoll ist auch der hohe Chlorophyllgehalt, denn Chlorophyll ist wie gespeichertes Sonnenlicht. Aufgrund seiner großen Ähnlichkeit mit dem Hämoglobin hat Chlorophyll einen hervorragenden blutbildenden Effekt. Es regeneriert das Blut, reinigt es und ist zellstärkend. Obendrein hat es eine entgiftende Wirkung. Die Lebensmittel mit dem höchsten Chlorophyllgehalt sind Süßwasseralgen (AFA, Chlorella, Spirulina).

Wem das zu aufwendig ist, der fragt sich jetzt vielleicht, ob man nicht auch einfach ein paar Vitaminpillen einwerfen kann. Ganz so einfach ist auch dieses allerdings Thema nicht. Denn synthetische und isolierte Vitamine helfen dem Körper nicht wirklich weiter oder schaden ihm sogar. Man muss schon sehr genau hinschauen und manchmal auch mehr Geld ausgeben, um ein sinnvolles Nahrungsergänzungsmittel aus natürlichen Zutaten zu bekommen, in denen dann beispielsweise Vitamin C aus der Acerola-Kirsche enthalten ist, eine der Vitamin C- reichsten Früchte (bis zu 17 %). Bei den Mineralstoffen kommt es darauf an, dass sie in einer gut bioverfügbaren Form vorliegen. Dies ist für Calcium und Magnesium eher die Form des Citrats als des Karbonats. So beschaffene hochwertige Nahrungsergänzungsmittel sind aber sehr sinnvoll, da sie die durch die beschriebenen Probleme allgegenwertigen Mangelzustände an Vitalstoffen bessern oder beheben können. 

Maßgeblich dafür, dass die Lebensmittel, die wir zu uns nehmen, auch so verwertet werden können, dass die Vitalstoffe zu den Zellen gelangen, wo sie benötigt werden, ist ein gesunder Darm. Eine falsche Ernährung mit einem Zuviel an glutenhaltigem Getreide, Milchprodukten, Fastfood und Industrienahrung belastet den Darm mit Toxinen und Schlacken. Durch Abwehrreaktionen des Darmes mit Histamin, IGG, oder Granulozyten werden die Darmschleimhäute geschädigt, die für die Aufnahme der Nährstoffe zuständig sind. Es fehlen die richtigen präbiotischen Ballaststoffe, um Darmschleimhautzellen im Verbund mit Darmbakterien zu nähren und zu regenerieren. Außerdem wird die Darmflora negativ beeinflusst, da für Parasiten und Pilze ein hervorragendes Milieu entsteht, für die guten Darmbakterien jedoch nicht die richtige Nahrung vorhanden ist. Eine Darmreinigung hilft insbesondere vor einer Ernährungsumstellung, die Ernährungssünden im Darm zu beseitigen und ihn damit auch stark genug für Rohkost zu machen. Sinnvoll kann dann auch die gezielte Einnahme von Darmbakterien (Laktobazillen) sein.

Aber immer nach dem Leitsatz:
Wir können nicht schlauer sein als die Natur, denn wir sind ein Teil davon.


Ihr/ Euer Taramax-Team