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Chagas-Krankheit Südamerikanische Trypanosomiasis, Parasitose

Chagas-Krankheit - exotisch und nicht ungefährlich

Die Chagas-Krankheit ist eine durch Parasiten erworbene Infektion mit mehreren Stadien. Das chronische Stadium zeichnet sich insbesondere durch Herzbeschwerden aus.

Was ist die Chagas-Krankheit?

Immer mehr Europäer reisen schlecht vorbereitet in tropische Länder. Die Möglichkeiten und Varianten von Infektionskrankheiten werden dabei völlig unterschätzt. Das Immunsystem eines europäisch ernährten und "verhätschelten" Bürgers ist oft nach der Belastung von 6-10 Stunden Flug nahe der Sratosphäre, einem Klimaschock, einer Umstellung der biologischen Uhr durch die Zeitverschiebung und anderen Hygienestandards völlig überfordert, sich gegen tropische Erreger wie Bakterien, Parasiten und Pilze zur Wehr zu setzen.
Eine von vielen möglichen parasitären Infektionen ist die Chagas-Krankheit, welche durch den Erreger Trypanosoma cruzi ausgelöst wird. Dieser Erreger kann u.a. durch den Biss einer Raubwanzenart übertragen werden, ähnlich wie die Borrelien durch Zecken.

Die Infektion zeichnet sich durch eine akute Phase, eine mitunter jahrelange symptomarme Latenzphase und eine chronische Phase mit Symptomen an Herz, Darm und Gehirn aus. In etwa der Hälfte der Fälle beisst die Raubwanze in der Nähe der Augen. Dann bildet sich ein Symptomentrias aus Bindehautentzündung, Schwellung der Augenlider (bis zu zwei Monaten) und Schwellung der regionalen Lymphknoten. Bisse an anderen Stellen bleiben oft unentdeckt. Nach ca. zwei bis vier Wochen beginnt die akute Phase mit Fieber, Luftnot, Durchfall, Bauchschmerzen, Lymphknotenschwellungen und Flüssigkeitsansammlungen (Ödeme) im Gesicht und an den Füßen. Das Herz ist vergrößert, Gehirnentzündungen mit Krampfanfällen können auftreten. Die akute Phase klingt nach ca. 4 Wochen wieder ab. Aber nicht jeder Infizierte zeigt die beschriebenen Symptome der Akutphase! Sie kann auch recht unbemerkt verlaufen. Nach der mitunter symptomarmen Akutphase, in der sich die Parasiten im Körper ausbreiten, folgt eine beschwerdefreie Latenzzeit.



Kommt es jedoch zu einer Schwäche des Immunsystems im Rahmen einer anderen Erkrankung, können die Symptome der Akutphase wieder auftreten. Unbehandelt kann die Erkrankung in einen chronischen Zustand übergehen, mit Beschwerden einer chronischen Herzmuskelentzündung mit Herzvergrößerung und Beschwerden wie Herzklopfen, Herzrasen, Atemnot bei geringer Belastung, Schmerzen in der Herzgegend (Angina Pectoris). Es kann sich eine chronische Herzinsuffizienz entwickeln. Veränderungen an Blutgefäßen können zu sogenannten Aneurismen in Gefäßen führen. Auch treten in der chronischen Phase häufig Überdehnungen und Vergrößerungen der Verdauungsorgane auf (Megaösophagus, Megakolon). In der Chronischen Phase ist aus Sicht der Schulmedizin keine Bekämpfung der Erreger mehr möglich, nur eine gezielte Behandlung der Symptome. 


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