Hashimoto ganzheitlich betrachtet
Taramax-Therapeuten hinterfragen, was die Ursachen einer solchen körperlichen Fehlregulation sind und wie man diese behandeln kann.
Aus dieser Sicht kann man sagen, dass viele Faktoren mitspielen und dementsprechend auch Beachtung finden sollten. Eine Hashimotothyreoditis gehört zu den inflammatorischen Erkrankungen
Gut zu wissen ist da schon einmal, dass aus dem inaktiven Schilddrüsenhormon fT4 20% mit Hilfe der richtigen Darmbakterien zum aktiven fT3 umgebaut werden. Somit ist also auf eine gesunde Darmflora zu achten, welche man durch eine Darmsanierung und eine biologische toxinfreie Ernährung wieder herstellen könnte.
Des Weiteren braucht die Schilddrüse zur Herstellung von ihren Hormonen ausreichend Selen, was über unsere heutige Nahrung kaum mehr zuzuführen ist, da fast alle Böden in den Industrieländern extrem Selen-arm sind.
In Bezug auf Ernährung sollte auch erwähnt werden, dass glutenreiche Kost dieses Autoimmungeschehen weiter triggern könnte. Die Molekularstruktur des Glutens soll dem der Schilddrüsenzellen sehr ähnlich sein, wodurch das, durch eine Glutenintoleranz übereifrige, Immunsystem irritiert werden könnte (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15137480).
Durch diverse andere Nahrungsmittelunverträglichkeiten können chronische Entzündungsprozesse im Körper gefördert werden, somit sollte auch dieses mit einem geeigneten IgG-gesamt-Test herausgefunden werden.
Häufig kann bei Patienten mit Hashimoto ein niedriger Vitamin D-Spiegel festgestellt werden, wie auch bei anderen Autoimmunerkrankungen. Vitamin D trägt dazu bei, das Immunsystem im Gleichgewicht zu halten.
Ebenso in Augenschein genommen werden sollten Schwermetallbelastungen des Patienten. Metalle wie Blei, Cadmium, Aluminium, Arsen und allen voran Quecksilber lagern sich gerne in der Schilddrüse ab, was die Überaktion eines Immunsystems auch erklären kann, da bei einigen Menschen das Immunsystem diese Gifte angreift. Auf jeden Fall wirken viele Umweltgifte wie Schwermetalle oder Herbizide xenobiotisch und greifen störend in den Hormonhaushalt von Menschen ein.
Eine nur allzu gut gemeinte Versorgung mit Jod, beispielsweise im Speisesalz, ist bei Hashimoto-Patienten mit großer Vorsicht zu betrachten. Da Jod die Bildung von TPO (dem Enzym zur Herstellung von Schilddrüsenhormonen) unterstützt, können sich durch Jodzufuhr auch die TPO-Antikörper erhöhen.
Chronische Entzündungen durch verschleppte unterschwellige Viruserkrankungen sollten auch als Ursache in Betracht gezogen werden.
Östrogenschwankungen sind ein weiterer potentieller Auslöser der Hashimoto-Thyreoditis. Bei vielen Frauen wird aufgrund der Veränderungen im Hormon- und Immunsystem nach einer Schwangerschaft oder im Vorstadium der Menopause durch die Östrogenschwankungen eine Hashimoto-Erkrankung ausgelöst. Auch hier kann behutsam laborkontrolliert gearbeitet werden, indem körperidentische Hormone zugeführt werden.
Auf der Seelenebene sollte sich jeder Autoimmunpatient die Frage stellen, was ihn an sich selber so ärgert, verletzt, wütend macht und schuldig fühlen lässt, dass er bereit ist, sich selbst anzugreifen und zu zerstören.
(Vielen Dank an die Heilpraktikerin Sabine Schade für die Erstellung dieses Texts)
