Thrombolyse steht im Vordergrund
Schulmedizinisch gesehen können die Ursachen für eine Thrombose vielfältig sein. Oft wirken mehrere Faktoren zusammen.
Immobilisierung (nach Operation, Bettlägerigkeit)
Internistische Erkrankungen (z.B. Herzerkrankungen, Malignome, Übergewicht, Diabetes mellitus, schwere Infektionen etc.)
Medikamente (deren Metaboliten können die Blutgerinnung verändern)
Gefäßveränderungen (Entzündungen, Veränderungen der Gefäßelastizität mit Klappenschädigung)
Verletzungen, Operationen
Mechanische Ursachen (z.B. zu langes Sitzen "Flugzeugthrombose")
Dehydratation (z.B. nach Durchfällen, Ödem Ausschwemmung)
Schwangerschaft
Zigarettenrauchen
Herzklappenersatz, Gefäßprothesen
Arterielle Thrombosen entstehen meist auf dem Boden einer krankhaft veränderten Gefäßinnenwand, vor allem im Bereich von Intima Schäden oder atherosklerotischen Ablagerungen und Gefässwandaufquellungen.
Eine tiefe Venenthrombose stellt immer einen Notfall dar, daher sollte umgehend mit der Behandlung begonnen werden. Eine Therapie ist nur innerhalb der ersten fünf Tage nach Entstehung einer Thrombose in der Lage, das Gerinnsel eventuell vollständig oder zumindest zu einem erheblichen Teil aufzulösen. Blutgerinnsel können durch Medikamente aufgelöst (z.B. Heparin) oder per Operation entfernt werden (Thrombektomie). Eine Operation ist jedoch nur bei Verschluss einer großen Oberschenkel- oder Beckenvene in der Frühphase vertretbar. Oft nur mit mäßigem Erfolg
Die Standartbehandlung ist oft umgehende Gabe von Heparin, die Hochlagerung der betroffenen Gliedmaße und vor allem auch Anlage eines Kompressionsverbandes. Oft werden den Betroffenen nach durchlaufener Beinvenenthrombose lebenslang gerinnungshemmende Medikamente verabreicht. Eine wirkliche Ursachentherapie wie Veränderung der Ernährung und Lebensweise wird nicht wirklich umgesetzt.

