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Trigeminusneuralgie Tic douloureux, Gesichtsschmerz

Trigeminusneuralgie - selten, aber schmerzhaft

Die Trigeminusneuralgie ist ein Gesichtsschmerz, der sich auf das Gebiet des Trigeminus-Nervs beschränkt. Dieser beginnt am Ohr und verläuft in drei Abzweigungen zur seitlichen Stirn, in den Wangen-Nasen-Bereich und zum Kinn. Diese Nervenreizung ist gekennzeichnet durch sehr heftige, plötzlich auftretende Schmerzen, die sich nach Intervallen völliger Schmerzfreiheit salvenartig wiederholen. Die Abstände zwischen den einzelnen Attacken können sich im Krankheitsverlauf verkürzen.

Trigeminus- eine schwierige Erkrankung

Die Trigeminusneuralgie ist ein Gesichtsschmerz. Es handelt sich um einen schmerzhaften Reiz des fünften Hirnnerven, des Nervus trigeminus. Gelegentlich begleitet den Schmerz ein reflektorisches Zucken der Gesichtsmuskulatur. Man unterscheidet die klassische oder idiopathische von einer symptomatischen Trigeminusneuralgie. Bei einer idiopathischen Trigeminusneuralgie, welche den atypischen Gesichtsschmerz auslöst, ist die Ursache weitgehend unbekannt, bei der symptomatischen Trigeminusneuralgie wird eine Ursache gefunden. Die symptomatische Trigeminusneuralgie kann beispielsweise die Folge eines Entzündungsprozesses, z. B. bei der Multiplen Sklerose sein. Danach richtet man das therapeutische Vorgehen.

Charakteristisch ist der spontane, blitzartig einschießende Schmerz im Bereich eines oder mehrerer Trigeminusäste. Der Schmerz hält meist nur kurz an, selten bis zu zwei Minuten. Die Attacken treten mehrmals pro Tag über Wochen, manchmal 2- bis 4-mal pro Minute, und über Monate auf.  Am Anfang der Erkrankung sind auch wochen- bis monatelange schmerzfreie Intervalle möglich.

Auslöser dieser Neuralgie können z.B. sein: Kauen, Sprechen, Schlucken, Zähneputzen, Berührung im Gesicht, Luftzug, Bewegungen der mimischen Muskulatur.

Bei der sogenannten idiopathischen Trigeminusneuralgie kann zwischen den einzelnen Schmerzattacken Schmerzfreiheit bestehen, hingegen können bei der symptomatischen Trigeminusneuralgie auch zwischen den Attacken Missempfindungen oder ein dumpfes Schmerzgefühl dauerhaft bestehen bleiben

 

Bei über 70 % der Patienten kann intraoperativ ein pathologischer Gefäß-Nervenkontakt gefunden werden. Ansonsten versucht man mit zentral wirksamen Schmerzmittel und durch Antidepressiva dem Patienten zu helfen. 


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